Alte Ansätze neu denken, flexibler werden

Stadt der Zukunft, sozialer Wohnungsbau, ehrenamtliche Personenbeförderung, Baunutzungsverordnung, Bund-Länder-Finanzbeziehungen
Foto: Behörden Spiegel

Podiumsdiskussion Best-Age Demografie-Kongress 2015 diskutiert die Herausforderungen der Kommunen im demografischen Wandel

In der Diskussion über die „Stadt der Zukunft“ zeigte sich einmal mehr: Die Kommunen im demografischen Wandel brauchen neue Ideen und vor allem den Mut zur selbstbewussten Auseinandersetzung mit den Themen Alterung und Schrumpfung. Darüber muss offen mit den Bürgerinnen und Bürgern gesprochen werden. Niemand wird sich über die bevorstehenden Herausforderungen hinwegmogeln können.

Alte Ansätze, wie zum Beispiel der soziale Wohnungsbau müssen neu gedacht werden. Mehrgenerationen-Konzepte, Barrierefreiheit, Kinderbetreuung - die Anforderungen liegen heute gänzlich anders. Dazu werden Bund, Länder und Kommunen ebenso ihren Beitrag leisten müssen wie die Bürgergesellschaft vor Ort. Denn ohne die Unterstützung jedes Einzelnen wird es nicht gehen.

Bürgerschaftliches Engagement scheitert aber auch zu oft daran, dass enge Regularien die Arbeit unmöglich machen. Die ehrenamtliche Personenbeförderung ist das klassische Beispiel. Hier wird ganz klar, dass wir in Zukunft flexibler werden müssen. Das gilt beispielsweise auch für die Baunutzungsverordnung. Dort, wo es Sinn macht müssen Standards abgemildert und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Auch müssen wir uns die Frage stellen, auf welchem Wege mehr direkte Unterstützung durch den Bund an die Kommunen geleistet werden kann. Dies muss in den Beratungen über ein gesamtdeutsches Fördersystem im Zuge der Neuregelung der Bund-Länder Finanzbeziehungen intensiv diskutiert werden.

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