Deutsches Rentensystem ist gut aufgestellt

Demografischer Wandel

Nach einem aktuellen Bericht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schneidet das deutsche Rentensystem im internationalen Vergleich gut ab. Demnach ist es gut durch die Finanzkrise gekommen und auch hinsichtlich der Herausforderungen des demografischen Wandels gut aufgestellt. Besonders bei der schrittweisen Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 sieht die OECD Deutschland in einer Vorreiter-Rolle. Auch ist erfreulich, dass die Beschäftigungsquote der 55 bis 64-jährigen in den letzten zehn Jahren um beeindruckende 24 Prozentpunkte auf 66 Prozent zugenommen hat. Das ist eine gute Entwicklung, die in Zukunft vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung weiter anhalten muss.

Dennoch wird gewarnt, dass künftig mehr Rentner auf staatliche Grundsicherung angewiesen sein könnten. Zwar ist Altersarmut kein flächendeckendes Problem und liegt in Deutschland deutlich unter dem Durchschnitt aller OECD-Länder. Unterbrochene Erwerbsbiografien und Teilzeitarbeit sowie Solo-Selbstständigkeit, die von der gesetzlichen Vorsorge nicht erfasst wird, bergen aber ein großes Risiko.

Gerade deshalb ist es auch so wichtig, mehr Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Ausbildung in die Beschäftigung zu bringen. Insbesondere junge Menschen haben hier keine Zeit zu verlieren. Sie müssen zusehen, dass sie nicht bereits am Anfang den Anschluss verlieren. Internetportale wie www.dasbringtmichweiter.de der Bundesagentur für Arbeit geben einen Überblick über viele Wege, wie der Einstieg nach der Schule zu schaffen ist.

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