Geburtenrate steigt wieder

Demografie

Bereits im Dezember letzten Jahres hat das Statistische Bundesamt die Trendwende in der Entwicklung der Geburtenrate in Deutschland verkündet. Nun bestätigt sich der Trend: Nach 35 Jahren des Rückgangs ist die Geburtenrate in Deutschland zuletzt wieder deutlich angestiegen. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor, in der Zahlen aus der amtlichen Bevölkerungsstatistik hochgerechnet wurden.

Für die Studie wurde die Gesamtzahl der Kinder, die Frauen eines Jahrgangs in ihrem Leben bekommen verrechnet. Demnach wird sich die endgültige Kinderzahl von Frauen, die 1973 geboren wurden, auf 1,56 erhöhen. Und die Prognose ist positiv. Für die nachfolgenden Jahrgänge ist sogar mit einem Anstieg auf circa 1,60 zu rechnen. Gegenüber den Frauen des Geburtsjahrgangs 1968 wäre das ein deutlicher Zuwachs. Sie haben im Schnitt nur 1,49 Kinder zur Welt gebracht und damit den Tiefpunkt markiert. Der Rückgang der Geburtenrate scheint damit gestoppt.

Dass dies aber noch immer kein wirklicher Grund zum Jubeln ist liegt daran, dass die Geburtenrate in Deutschland noch immer weit unter dem Ersatzniveau von 2,1 Kindern pro Frau liegt. Diesen Wert hatten zuletzt Frauen erreicht, die Mitte der 1930er Jahre geboren wurden. Diese Müttergeneration war in der Nachkriegszeit maßgeblich für den sogenannten ‚Babyboom‘ verantwortlich. Seitdem war die Geburtenrate stetig zurückgegangen.

Die Gründe für den jetzt berechneten Anstieg sind vielfältig und auch darauf zurückzuführen, dass sich das Umfeld für Familien insgesamt verbessert hat: „Heute wünschen sich wieder mehr Paare Kinder als vor einigen Jahren. Dazu hat der Ausbau der Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie maßgeblich beigetragen.

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