Familiennachzug beschränken

Asylpolitik

Im Asylkompromiss der Koalition wurde vereinbart, dass der Familiennachzug für Antragsteller mit subsidiärem Schutz für zwei Jahre ausgesetzt wird. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus dem enormen Flüchtlingsansturm. Dieses Jahr werden wir wahrscheinlich über eine Million Flüchtlinge zählen. Sollte jeder subsidiär Schutzbedürftige seine Kernfamilie nachholen dürfen, verdrei- oder vervierfacht sich die Zahl der in unserem Land lebenden Flüchtlinge.

Hier geht es nicht mehr um das Wollen, sondern um das Können. Unsere Gesellschaft kann nicht jedes Jahr Millionen von Menschen aufnehmen und integrieren. Dafür reichen unsere Kapazitäten nicht aus. Die SPD blockiert nach wie vor die Umsetzung des Asylpaketes II und fordert unter anderem den Familiennachzug für Minderjährige zu erhalten. Das halte ich für das vollkommen falsche Signal. Wir können nicht unterstützen, dass Eltern ihre Kinder alleine auf die lebensgefährliche Reise ins Ungewisse schicken. Bereits heute befinden sich mehr als 40.000 unbegleitete junge Flüchtlinge in Obhut der Jugendhilfe.

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