Wirtschaftsflucht schadet nicht nur Deutschland

Montenegro, Kosovo, Balkan, McAllister, sicherer Herkunftsstaat, Asyl, UNO-Flüchtlingswerk, Cochetel, Wirtschaftsmigranten

Die Diskussion um den Umgang mit Asylbewerbern aus den Balkanstaaten wird zu oft ohne Berücksichtigung der Herkunftsländer geführt. Es wird außer acht gelassen, was der Wegzug der Menschen für ihre Heimat bedeutet. Anstatt anzunehmen, dass die Menschen aus dem Balkan ihre Zukunft nur in der Fremde als Flüchtlinge suchen können, sollte der Fokus darauf gehen, vor Ort den Herkunftsländern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. In unser Land können wir nur Flüchtlinge aufnehmen, die ihre Heimat nicht verlassen wollen, sondern es wegen Krieg und Vertreibung müssen. 

Die Regierungschefs Montenegros und des Kosovos bitten in einem Schreiben an den Balkan Beauftragten des Europäischen Parlaments Mc Allister darum, dass Montenegro und Kosovo in Deutschland als sichere Herkunftsstaaten anerkannt werden, da es keine politischen Gründe gäbe, weshalb ein Bürger ihrer Länder Asyl suchen müsse. Die Weigerung der SPD dieser Anerkennung ohne politische Gegenleistung zuzustimmen, ignoriert die Interessen der betroffenen Länder. 

Auch der Europa-Direktors des UNO-Flüchtlingshilfswerks, Cochetel, plädiert für eine schnellere Rückführung von sog. Wirtschaftsmigranten. Nur so könne die Bevölkerung verstehen, dass diejenigen, die in Deutschland blieben, wirklich schutzbedürftig seien. 

Zurück