Aufklärung ist die beste Waffe gegen Islamisten

Michael Frieser MdB mit Irfan Peci

Irfan Peci (27) war Chef eines Propaganda-Arms der Al-Qaida, arbeitete später als V-Mann. Jetzt ist er als Aufklärer gegen den radikalen Islamismus unterwegs. Heute warnt er in Büchern, Fernsehauftritten und Internetblogs vor den Gefahren des religiösen Fanatismus und der gefährlichen Taktik der Anwerber. Beim Besuch im Bundestag erörterte er mit mir die Gefahren, die von islamistischen Eiferern ausgehen. Und er nennt Lösungen.

Es geht um die große Frage, wie wir die Keimzelle des radikalen, religiös motivierten Terrorismus bei uns erkennen. Und wie wir sie verhindern können. Die tiefen Einblicke in die frühe Kindheit eines flüchtigen, entwurzelten und radikalisierten Knaben aus Bosnien, der in einer fremden Welt von einem areligiösen Vater erzogen wurde, sind bewegend. Pecis Eltern hatten, wie viele Flüchtlinge, nur einfache Jobs. Peci selbst fehlte oft die Ansprech-, später die Respektsperson. Ihm fehlte die mentale Basis. Er wuchs ohne Glauben auf und wurde so anfällig für radikale Theorien. Ich stimme mit ihm überein, dass wir viel mehr Aufklärung in den Flüchtlingsheimen brauchen. Wir müssen ihnen ein Bewusstsein geben. Wir sollten auch mit glaubenden Menschen, mit Menschen konservativer Prägung - seien es Imame oder Pfarrer – auf die bereits Angeworbenen oder Kriegsrückkehrer in den Gefängnissen und Heimen zugehen und ihnen klarmachen, dass ihr Weg der Gewalt zu nichts führt. Herr Peci ist ein mutiger Mann, der auch Racheakte ehemaliger Mitkämpfer fürchtet. Er geht diesen gefährlichen Weg, den ich unterstütze.

Wir müssen auch im Internet den Kampf gegen die islamistische Desinformation aggressiver führen. Wir dürfen in diesem Aufklärungskonflikt nicht unterliegen, weil wir an ihm nicht teilnehmen. Im Netz werden häufig Fragen mohamedanischer Jugendlicher nach Musik, nach einer Freundin, nach dem Lebenssinn von Eiferern beantwortet. Hier haben wir bisher zu wenig getan. Prävention fängt bei Aufklärung an. Hier will ich Herrn Peci gerne unterstützen bei seinem Engagement, Jugendliche vor einem Weg zu bewahren, den er einmal gegangen ist.

Ausschnitte aus dem Gespräch finden Sie in der Videogalerie und auf meiner Facebook-Seite.

Zurück