Edathy wurde gewarnt

Edathy_OSTa-Klinge_gewarnt_Staatsanwälte-Hannover

Die Vernehmung des Leitenden Oberstaatsanwaltes Fröhlich und des Oberstaatsanwaltes Klinge bestätigen, dass Edathy gewarnt worden ist. Klinge berichtete über ein Treffen mit Edathys Anwalt im Januar 2014. Klinge hatte, auch wegen der hartnäckigen Nachfragen des Anwalts, den Eindruck, dass Edathy bereits etwas wisse.

Bei der Durchsuchung am 10. Februar 2015 konnten die Ermittler dann nur noch zerstörte Mikroprozessoren, Kappen von USB Sticks und zurückgelassene Kabel finden. Von den dazugehörigen Datenträgern gab es keine Spur.

Die Frage, warum vom Eintreffen der Akte Anfang November 2013 bis zur ersten Durchsuchung am 10. Februar 2013 so viel Zeit verstrich, wurde von den niedersächsischen Staatsanwälten mit der Klärung der Frage eines Anfangsverdachts und einer sog. Auffindewahrscheinlichkeit und dem anstehenden Weihnachtsurlaub bis zum 10. Januar 2014 beantwortet.

Auch die verdächtigen Nachfragen von Edathys Anwalt waren für die Staatsanwälte aus Hannover kein Grund zu übermäßiger Eile.

Offenbar mangelte es Herrn Edathy weder an Informationen noch an Zeit, um sich auf die Ermittlungen vorzubereiten.

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