Erinnerungslücken im Untersuchungsausschuss

Auch in dieser Woche zielten die Zeugenbefragungen im Untersuchungsausschuss darauf ab, den Weg relevanter Informationen nachzuzeichnen und Informanten aufzudecken.

Die Tatsache, dass ein Zeuge schilderte, die Wohnung Edathys hätte bei der Durchsuchung den Eindruck erweckt, der Bewohner sei Hals über Kopf geflohen und habe dabei technische Geräte wie Laptops mitgenommen, belegt eindeutig eine vorhergehende Warnung an Edathy.

Für Verwunderung sorgte die Aussage des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius, der sich nicht erinnern konnte, an welchem Tag er vom Fall Edathy erfahren hatte. Diese Erinnerungslücke teilt er mit dem Zeugen Kruse, Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Lüneburg, der sich ebenfalls nicht erinnern konnte, wann er seinen Minister informierte.

Damit sind sie die einzigen auf der ca. 80 Personen starken Kenntnisträgerliste aus Niedersachsen, die sich nicht erinnern können.

Die Erinnerungslücken sind vielfältig in der SPD.

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