25 Jahre Deutsche Einheit

Deutsche Einheit

Am 3. Oktober 1990 wurden Ost- und Westdeutschland vereinigt. Damit ist ein Vierteljahrhundert vergangen, seit die Rufe "Wir sind ein Volk" zusammenführten, was zusammengehört.

Das Statistischen Bundesamt legt nun eine Vergleichsstudie "25 Jahre Deutsche Einheit" vor, die die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Wohnungsbau darstellt. Aber die Wiedervereinigung lässt sich nicht mit dem Vergleich bloßer Zahlen fassen. Wir dürfen bei allen, teilweise auch noch heute andauernden Herausforderungen, die die deutsche Einheit mit sich gebracht hat, den Geist der friedlichen Revolution nicht vergessen. Was nach einem Vierteljahrhundert daraus geworden ist, kann sich trotz aller Unkenrufe durchaus sehen lassen. Menschen verloren nach der Wende ihren Job, rund 3,3 Millionen verließen ihre Heimat, um im Westen neu anzufangen. Aber diese Abwanderung aus den neuen Bundesländern ist vorbei. Ostdeutschland hat an Attraktivität gewonnen, nicht zuletzt weil viele Regionen sich als Forschungs- und Industriestandorte etablieren konnten. Nun kann die eigentliche Arbeit, der wirtschaftliche Aufbau, Angleichung und Verbesserungen bundesweit verstärkt fortgesetzt werden.

Wir Deutschen haben ein starkes Land aufgebaut und uns eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Vorreiterrolle erarbeitet. Dabei haben wir nicht vergessen, uns mit unserer Vergangenheit auseinander zu setzen, sowohl mit dem Unrecht des NS-Regines als auch mit dem SED-Staat mit seinem unmenschlichen Überwachungsapparat. Heute übernehmen wir Verantwortung für Menschen, die vor Krieg fliehen und bei uns Schutz suchen. Und auch diese Herausforderung werden wir meistern.

Daran sollten wir heute denken. Diese Einheit, unsere Einheit, hat sich wirklich gelohnt. Feiern wir sie.

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