Schuldenerleichterung für Griechenland ist Eingeständnis

Gestern wurde in Brüssel eine Einigung zwischen der Euro-Gruppe, Griechenland und dem Internationalen Währungsfonds getroffen. Die Staatspleite ist abgewendet – wieder einmal in letzter Minute wie es scheint.  Neben der Auszahlung weiterer Hilfsgelder stellt die Einigung nun Schuldenerleichterungen für das wirtschaftlich und finanziell schwer gebeutelte Land in Aussicht.

Die Einigung der Euro-Gruppe mit Griechenland wird in Brüssel als großer Verhandlungserfolg verkauft. Das sehe ich sehr skeptisch. Die in Aussicht gestellte Schuldenerleichterung ist doch nur das längst fällige Eingeständnis, dass Griechenland seinen Verpflichtungen auf absehbare Zeit nicht nachkommen kann. In letzter Konsequenz heißt das dann aber eben auch, dass es wenig Sinn macht, immer neues Geld an das Land zu überweisen.

Meine Position von letztem Sommer, keinem neuen Hilfspaket zuzustimmen, ist inzwischen durch die Faktenlage bestätigt. Und dabei bleibe ich. 

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