Tag des bedrohten und verfolgten Anwalts: Soltani freilassen

links: Maede Soltani (Tochter von Abdolfattah Soltani) und Michael Frieser MdB

 

Der Tag des verfolgten Anwalts am 24. Januar soll genau auf diejenigen aufmerksam machen, die für ihren Einsatz von Menschenrechten gefährdet sind oder bei ihrer Arbeit behindert werden. Für mich, als sein politischer Pate, steht der Träger des Nürnberger Menschenrechtspreises, Abdolfattah Soltani, dabei wieder im Mittelpunkt. Soltanis Schicksal steht für viele Regimekritiker und politische Gefangene in der Islamischen Republik Iran, die unter unmenschlichen Bedingungen in Gefängnissen gehalten werden. Soltani hat sich unermüdlich für andere Menschen eingesetzt, oft unter Einschränkung seiner eigenen Rechte.

Der Nürnberger Stadtrat hat erneut eine Resolution vorbereitet, in der die Freilassung Soltanis gefordert wird. Diese Forderung unterstütze ich, indem ich mich weiterhin auf Bundes- und Europaebene und auf Ebene der Vereinten Nationen einsetze, um nationalen und internationalen Druck auf die iranischen Behörden auszuüben. Menschenrechtsverteidiger wie Soltani brauchen internationale Aufmerksamkeit und Schutz. Die Forderung lautet, Abdolfattah Soltani und alle anderen politischen Häftlinge freizulassen und der Verhaftungen von Menschenrechtsverteidigern ein Ende zu setzen.

Menschen, die sich für die Rechte anderer Menschen einsetzen und dafür selbst bedroht werden, brauchen unsere Unterstützung im Kampf gegen Ungerechtigkeit und schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen. Politisch Gefangene dürfen nicht in Vergessenheit geraten. 

Der iranische Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani wurde 2011 zu 13 Jahren Haft in Teheran verurteilt und wird im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, ein Zentrum für Menschenrechte gegründet, einen gesetzeswidrigen Preis, den im Jahr 2009 an ihn verliehene Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg angenommen und „regimefeindliche Propaganda“ begangen zu haben. Europaweit rufen Anwälte am 24. Januar dazu auf, den Tag des verfolgten Anwalts zu begehen.

 

 

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