Tod auf Rezept

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ist riskant und unverantwortlich. Sie stärkt gerade nicht die Rechte der Patienten auf Selbstbestimmung. Das Recht auf den Zugang zu einem tödlichen Medikament bricht mit unserer Werteordnung.

Es stellt sich doch hier die Frage, wie genau ein extremer Ausnahmefall zu definieren ist und wer darüber entscheiden soll? Die Bundesverwaltungsrichter lassen offen, was eine unerträgliche Leidenssituation ist. Die kann weder gemessen noch juristisch allgemeingültig  definiert werden.

Die Richter des Bundesverwaltungsgerichts öffnen hiermit wieder eine Tür, die wir mit dem Verbot für einen Tod auf Bestellung gerade geschlossen hatten. Sie senden damit das falsche Signal an Menschen, die eine alternative Behandlung durch die Palliativmedizin erfahren können.

Mit den grundlegenden und langen Diskussionen im Deutschen Bundestag zum assistierten Suizid haben wir im November 2015 mit dem Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe eine vernünftige und ausgewogene Entscheidung getroffen. Damit haben wir Sterbehilfevereinen, die mit ihrer Dienstleistung Geld verdienen, das Handwerk gelegt.

 

 

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